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Über mich

Meine Gestaltungsfläche ist der Kreis. Meine Welt hat den Durchmesser von rund sechzig Millimetern, manchmal weniger, manchmal etwas mehr. Um mit dem Metallzirkel auf dem ungehärteten Stahl einen Kreis ziehen zu können, brauche ich den Mittelpunkt. Der Zentrierwinkel zeigt mir die Mitte an, der Schlag mit dem Körner setzt den zentralen Punkt. Ich will dieser Punkt sein, er ist mein Gleichnis. Doch der Punkt allein ist nicht stark genug, Mitte zu sein. 

Ich setze meine Gedanken hinzu, wenn ich gesammelt bin. Ich konzentriere mich. Was ich denke, hebt der Meißel durch die Hammerschläge aus dem Stahl. Die linke und die rechte Hand gehorchen mir, wenn ich gleichsam wie in den Spiegel schneide. Mein Medium zwingt mich, mein Gehirn zu überlisten. Rechts ist links und links ist rechts. Ich verliere mich im Kreis, wenn sich das Auge zu sehr der Fläche nähert. Ich lasse mich eingrenzen von ihm, dem unendlichen Kreis. Ich schenke dem Kreis, was ich liebe, womit ich verbunden bin. Das macht das Bild frei und erlöst mich.

Helmut Zobl 

  • geboren 1941 in Schwarzach St. Veit, aufgewachsen in Krimml
  • Kunstgewerbeschule in Steyr
  • Akademie der Bildenden Künste In Wien (Welz, Boeckl)
  • Freischaffender Künstler in Wien 
  • ab 1972 Mitglied der Wiener Secession
  • 1999 Verleihung des Professortitels 
  • Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen

 
Seit 1969 wurden Werke von Zobl im In- und Ausland ausgestellt, darunter in der Wiener Secession, im Numismatischen Institut Wien, auf Kunstmessen in Basel, Wien und Düsseldorf, im Salzburger Museum Carolino Augusteum, im Nationalmuseum Budapest, im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, im Museum Kremniza und vielen weiteren Institutionen. Bedeutende Einzelausstellungen fanden 2001 in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (Albertinum), 2003 im Kunsthistorischen Museum Wien sowie 2004 bei der Internationalen Medaillenausstellung in Seixal, Portugal statt. 

Ausgewählte öffentliche und private Auftragsarbeiten

Zobl gestaltete unter anderem die 20-Schilling-Münze (1980) und die 50-Schilling-Münze sowie zahlreiche Ehrenmedaillen, darunter für die Stadt Linz, das Jüdische Museum Wien, die Wiener Holding, Illwerke, die FIFA und den ÖFB (90-Jahre-Jubiläum), für 150 Jahre Gendarmerie Österreich, die Gustav-Mahler-Medaille, KAPSCH, Hans-Peter Haselsteiners 60. Geburtstag, Beppo Mauharts 75. Geburtstag sowie die Schumpeter-Preise des Helmut-Zilk-Fonds, die Gustav-Mahler-Medaille (AKM) und Alpine Peace Crossing – um nur einige zu nennen. 

Ankäufe bedeutender Sammlungen

Viele der von Zobl geschaffenen Medaillen wurden als Auftragsarbeiten gefertigt und in die bedeutendsten deutschsprachigen Sammlungen aufgenommen, darunter das Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums Wien, das Germanische Nationalmuseum Nürnberg, das Salzburger Landesmuseum Carolino Augusteum, das Niederösterreichische Landesmuseum, das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, das Albrecht-Dürer-Haus Nürnberg, die Münzkabinette in Halle an der Saale, Berlin und Dresden sowie das Geldmuseum der Österreichischen Nationalbank. Internationale Museen wie das Nationalmuseum Helsinki, das Nationalmuseum Kopenhagen und das Statens Historiska Museum Stockholm zählen ebenfalls zu den Besitzern. Auch das österreichische Unterrichtsministerium und das Kulturamt der Stadt Wien besitzen Werke Zobls.
 

Weitere künstlerische Tätigkeiten

 Zobl beschäftigt sich überdies mit der Gestaltung von Glastüren, Reliefs, Skulpturen, Aquarellen, Papierdrucken, Holzschnitten, Grafiken und Druckwerken sowie mit der Anfertigung von Grab- und Gipfelkreuzen, Eheringen, Armreifen und ist Verfasser eines Gedichtbandes. 

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